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Motorradtour Jura / Marchairuz
Halbtagesausflug
Im Berner-Oberland ist das Wetter düster, jeder Moment
kann Regen fallen. Das Juragebiet soll - mindestens nach der Wetterprognose
- regenfrei sein. Ich möchte eigentlich auf's Motorrad, warum
also nicht in den Jura? Ich fahre los, vorerst einmal ganz ohne
Planung. Über die Autobahn A6, A1 und A5 erreiche ich Yverdon-les Bains.
Hier wechsle ich auf eine Nebenstrasse und lande schliesslich in Ste. Croix.
Übrigens, die "planlose" Fahrt wurde wunderschön!
Infos zum Pass: Marchairuz
Download der Karte:
- Klicke NUR auf den Pässenamen, die Karte erscheint.
- Du kannst die Karte ausdrucken und in verschiedenen Ansichten anschauen
- Klicke nun links oben auf: "Route herunterladen".
- Ein Anmeldefeld erscheint, du musst einmalig ein Gratiskonto bei AllTrails
eröffnen
- Anmeldung erfolgt; - Karte downloaden, z.B. als GPX Track
- Wählen in welcher Applikation die Karte geöffnet werden soll. (z.B.: BaseCamp) |
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Kurz nach Ste. Croix, oben auf der Anhöhe treffe ich
auf eine Verteidigungsanlage aus dem 2. Weltkrieg. Wie Mahnmale stehen die
Bunker da, so als wollten sie sagen: "Lasst es nie mehr so weit
kommen!" Eine angebrachte Broncetafel erinnert an die schwere Zeit. Bunker,
- ja dann kann die Landesgrenze nicht mehr weit weg sein, mal sehen wo
die ist. Die Strasse führt durch eine wunderschöne und abwechslungsreiche
Weiden- und Waldlandschaft, ja und unvermittelt bin ich an der Zollstation
in Auberson. |
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Weit und breit kein Zollbeamter zu sehen! Europa rückt näher zusammen, also
rüber nach Frankreich, ins Departement du Doubs, - aber wie weit? Jetzt
brauche ich doch die Karte! Ach das kurze Stück schaffe ich spielend, in
Ballaigues kann ich ja zurück in die Schweiz.
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Die Stecke, die nun folgt ist abwechslungsreich, ganz
einfach wunderschön. Sie führt zuerst einem Fluss entlang, später auf
über 1000 m. ü. M. überquere ich einen kleinen Pass, der zu einer
Schnellstrasse ausgebaut ist. Ich folge dem Wegweiser Vallorbe, die
Strasse führt mich zurück in die Schweiz. |
Wieder völlig überraschend erreiche ich die Zollstation Ballaigues.
Diese Station ist zwar besetzt aber der Berner-BMW scheint unverdächtig und
freundlich winkend heisst mich der Beamte willkommen, - hey das finde ich
aber nett. Von Ballaigues fahre ich weiter nach Vallorbe und
unvermittelt bin ich auf der Strecke Richtung Vallée de Joux
"gelandet". OK, also mal
fahren bis hin zu diesem langgezogenen See. |
In L' Abbaye halte ich unvermittelt an und studiere ein zweites Mal
meine Karte. Das Vallée de Joux ist sehr lang, das weiss ich, heute kann es
spät werden, - hier aber zweigt eine Passstrasse ab, die mich hinunter an
den Genfersee führt, also auf die Autobahn Richtung "Nach Hause".
Ich entschliesse mich zu dieser Passfahrt; an alle Motorradfahrer: Der
Marchairuz ist wirklich schön! |
Oben auf der Passhöhe verfügt die Strasse über Leitplanken ganz
besonderer Art. Links und rechts sind Steine aufgeschichtet, die
früher wohl im ganzen Land verstreut herum lagen!
Die gut ausgebaute Strasse schlängelt sich immer tiefer hinunter bis nach
Aubonne. Von Ferne ist bereits sehr früh der langgezogene Genfersee zu
sehen. Bis zur Autobahn A1 ist es nun nicht mehr weit. |
Vorerst in zügigem Tempo komme ich gut voran. Aber, was soll das, nun
werde ich doch noch nass, Jura hin oder her! Unter einer Autobahnbrücke
finde ich Schutz, bis sich das heftige Gewitter entladen hat. Gut ich bin
doch noch nass geworden, - aber die heutige Tour, SUPER, - absolut
empfehlenswert. |
Alle Unterlagen: © Hermann Ryter
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